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Die Peterskirche ist das Wahrzeichen in Görlitz

Görlitz gehört zu den schönsten Städten Deutschlands. Die östlichste Stadt des Landes verzaubert mit einer malerischen Innenstadt, historischen Denkmalbauwerken, Hollywood-Flair, einer belebten Gastro- und Kulturszene. Schlesisches Himmelreich, Zipfelpass & vieles mehr - wir waren in Görlitz und zeigen Dir, welche 10 Highlights bei einem Besuch nicht fehlen dürfen!

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Das schlesische Museum im alten Renaissancegebäude

Wer Görlitz und die Region verstehen möchte, kommt am Schlesischen Museum in der Mitte der Stadt nicht vorbei. Das sehenswerteste Museum Görlitz handelt von der über 1000-jährigen Geschichte und Kultur Schlesiens. Vom Mittelalter, Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus zeigt es die Entwicklung Schlesiens, welches sich von Kattowitz über Breslau bis nach Görlitz erstreckte. Seit dem Jahr 2006 steht das Museum im historischen Schönhof für Besuchende offen. Der Eintritt für Erwachsene kostet 7 € (5 € ermäßigt) und kann an der Tageskasse erworben werden.

2. Görliwood Tour

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Schaufenster zum Thema Görliwood

Hättest Du gewusst, dass Görlitz auch als europäisches Hollywood bezeichnet wird? Von 2007 bis 2017 wurde die Stadt entsprechend als Filmhauptstadt Europas gekürt. Bei den unzähligen historischen Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen wundert es aber nicht, dass hier bereits mehr als 100 nationale und internationale Filme seit den 1950-er Jahren gedreht wurden. Zu den bekanntesten Filmen gehören „Der Vorleser, „Inglourious Basterds und „Grand Budapest Hotel. Viele der Filme gewannen Oscar Preise. Entdeckt werden können die zum Teil versteckten Filmkulissen zu Fuß zum Beispiel in den Schaufenstern beim Braunen Hirsch (Neißestraße) oder per Görliwood Busrundfahrt.

3. Hallenhäuser

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Innenbereich eines Hallenhauses

Zu den absolut wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die über 30 erhaltenen Hallenhäuser. Eines der aus dem 14. Jahrhundert stammenden historischen Häuser kann kostenlos (Di.-So., 10-17 Uhr) in der Brüderstraße 9 besucht werden. Die Bauwerke wurden einst von reichen Tuchhändlern errichtet und dienten als Verkauf- und Wohnfläche zugleich. Architektonisch spannend sind die unterschiedlichen Elemente aus Gotik, Barock und Renaissance, die zum Beispiel in den unterschiedlich hohen Decken, Raumverzierungen und Zwischenebenen zu erkennen sind.

4. Himmelreich

Das Schlesische Himmmelreich ist ein traditionelles Essen in Görlitz

Kulinarische Einflüsse erhielt Görlitz über die Jahrhunderte von deutscher, polnischer und tschechischer Seite. Entsprechend gibt es eine große Auswahl an regionalen Restaurants, aber auch internationaler Küche. Besonders typisch für Görlitz und das Nationalgericht Schlesiens ist das Schlesische Himmelreich. Hier werden Schlesische Knödel mit Kassler vom Schwein und einer fruchtig süßen Soße serviert. Die dunkle Soße besteht hauptsächlich aus Backobst wie Pflaumen und Aprikosen. Ein passendes Bier aus der Stadt wäre das Landskron. Das Himmelreich probieren kannst Du zum Beispiel wie wir in der Schlesischen Oase am Obermarkt.

5. Rathausführung

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Das alte Rathaus auf dem Untermarkt

Neben vielen aufwendig restaurierten Gebäuden liegt auf dem Untermarkt das Alte Rathaus mit seinem markanten Uhrturm. Vom Aussichtsplateau des Turmes aus genießt Du den besten Blick über die Stadt bis rüber nach Polen. Um die Treppen hochgehen zu dürfen, musst Du an einer der stündlichen Führungen (Mi.-So., Mrz.-Dez., 11-18 Uhr) teilnehmen, die am seitlichen Treppenaufgang starten. Funfact: Die Turmuhr schlägt jede Stunde genau 7 Minuten zu früh. Einer Sage aus dem Jahr 1527 nach nutzte eine Gruppe Rebellen das Glockenläuten zur Mitternachtsstunde, um sich bei regelmäßigen Treffen unbeobachtet auf den Nachhauseweg zu begeben. Als einmal die Glocken zu früh läuteten, wurden sie vom Turmwächter erwischt.

6. Nikolaizwinger

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Anblick im Nikolaizwinger

Bei einem Tagesbesuch in Görlitz darf ein kurzer Abstecher zum Nikolaizwinger auf keinen Fall fehlen. Es ist einer der beiden Überreste vom ehemaligen doppelten Stadtmauerring. Die einstige Stadtmauer schützte Görlitz über viele Jahrhunderte. Mitte der 1950er Jahre wurde der Zwinger, also der Zwischenbereich der beiden Mauern als grüne Oase und Gartenanlage aufgewertet

7. Zgorzelec

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Fußgängerbrücke nach Polen

Als östlichste Stadt Deutschlands braucht es nur wenige Schritte, um über eine Brücke in das polnische Zgorzelec zu gelangen. Die Kleinstadt mit 30.000 Menschen war bis zur Westverschiebung der Grenze nach dem Zweiten Weltkrieg ein Stadtteil der gemeinsamen Stadt Görlitz auf beiden Seiten der Neiße. Seit 1998 sind die beiden Städte wieder enger zusammengerückt und vermarkten sich touristisch, wirtschaftlich und kulturell als gemeinsame Europastadt. Neben vielen leckeren Restaurants am Ufer der polnischen Promenade ist der Zgorzelec Park mit seiner Oberlausitzer Gedenkhalle der schönste Fotospot. Bei einem Pflichtbesuch in Zgorzelec kannst Du Dir zudem das Lausitzer Museum und Jakob-Böhme-Haus anschauen.

8. Postplatz

Der grüne Postplatz in Görlitz

Görlitz bietet unerwartet viele schöne Stadtplätze. An deren Spitze befindet sich der Postplatz, der bei einem Besuch definitiv entdeckt werden sollte. Auf dem grün angelegten Postplatz thront in der Mitte der Brunnen der Göttin Flora, die „Muschelminna genannt wird. Die Göttin der Blüte passt perfekt zu den vielen Blumen und Pflanzen auf dem Platz, der mit vielen Bänken zum Verweilen einlädt. Sehenswert sind das rote Postgebäude und die Frauenkirche. Interessant ist, dass der Platz bis zum Jahr 1845 als Viehmarkt genutzt wurde. 

9. Zipfelpass

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Der Zipfelpass der äußersten Gemeinden in Deutschland

Ein Geheimtipp in Görlitz ist der Zipfelpass, welchen Du auf Nachfrage im Tourismusbüro erhältst. Als östlichste Region Deutschlands schloss sich Görlitz 1999 mit den anderen Grenzregionen im Westen (Selfkant), Norden (List) und Süden (Oberstdorf) zum Zipfelbund zusammen. Die Regionen in den unterschiedlichen Himmelsrichtungen vereinen mit Stadt, Land, Bergen und Küste die Vielfalt Deutschlands. Im Zipfelpass erhältst Du für jede der vier Regionen einen Stempel, wenn Du mindestens eine Nacht im Ort übernachtet hast. Schaffst Du es, innerhalb von vier Jahren einen Stempel aus allen vier Grenzregionen zu sammeln, wirst Du mit einer zipfeltypische Überraschung belohnt.

10. Peterskirche

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Hinteransicht der Peterskirche

Als Wahrzeichen und beliebtestes Fotomotiv der Stadt ragt die Peterskirche meterweit über die umliegenden Häuser hinaus. Gerade die hell verputzten Türme, aber auch das lange kupfergedeckte Mittelschiff sind von vielen Stellen in der Stadt aus zu sehen. Mit einer Höhe von 84 Metern machen die beiden Kirchtürme das Gotteshaus zum größten Gebäude in Görlitz. Geöffnet ist das Bauwerk täglich bis 16 Uhr und lockt im Inneren mit der bekannten Sonnenorgel als Highlight. Das riesige und imposante Gebäude spiegelt den einstiegen Reichtum und die Wehrhaftigkeit Görlitz wider.

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